Die Sportart des schweren Balls

Seinen Ursprung hat Futsal in Südamerika in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Weil die Fußballfelder belegt waren, spielten viele Kinder in Brasilien Fußball auf Basketball- und Handballfeldern. Die hohen technischen Anforderungen an den Untergrund, die kleinere Spielfläche und das daraus resultierende schnelle Spiel machten die Variante zunächst in Südamerika und dann – mit der Einführung der Futsal-Weltmeisterschaft im Jahr 1989 –auch in Süd- und Osteuropa immer populärer. So erstaunt es kaum, dass Spieler wie Ronaldinho oder Andrés Iniesta zunächst als Futsal-Spieler erfolgreich waren, bevor die großen Fußball-Vereine auf sie aufmerksam wurden.

Im Vergleich zu der in Deutschland üblichen Variante des Hallenfußballs bringt Futsal einige Besonderheiten mit: Auf ein Handballfeld mit entsprechenden Toren und ohne Banden spielen fünf Spieler pro Mannschaft in zwei Halbzeiten à 20 Minuten. Der Ball ist kleiner und für den Hallenboden sprungreduziert. Zudem werden Fouls restriktiv geahndet und, wie beim Basketball, Mannschaftsfouls gewertet und aufaddiert.

 

In Deutschland ist Futsal bisher relativ unbekannt. In einigen Bundesländern wird Futsal in Ligen gespielt und die Gewinner dieser Ligen spielen im DFB Futsal Cup den inoffiziellen deutschen Meister aus. Allerdings befindet sich die Professionalisierung noch in den Kinderschuhen. So ist eine Nationalmannschaft erst für 2016 angedacht. Und obwohl Futsal laut FIFA zu einer der am schnellsten wachsenden Hallensportarten gehört, bemerkt man dies als Spieler in Deutschland höchstens in einigen größeren Städten wie Hamburg oder Berlin.

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